GGL untersucht Werbeauftritte von ADI Predictstreet in deutschen Medien

Ulrich Simmons · Aug 16, 2026

GGL untersucht Werbeauftritte von ADI Predictstreet in deutschen Medien

GGL-Prüfung zu ADI Predictstreet Werbung in Fußballübertragungen und auf KiKa

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder hat eine Untersuchung gegen die Plattform ADI Predictstreet eingeleitet, nachdem deren Markenauftritte in Fußballübertragungen sowie auf dem Kinderkanal KiKa sichtbar wurden, und die Behörde prüft nun, ob die Werbung gegenüber deutschen Zuschauern zulässig ist sowie ob Einwohner Deutschlands rechtlich an den Angeboten teilnehmen dürfen.

Hintergründe zur Prüfung durch die GGL

Die Untersuchung konzentriert sich darauf, ob ADI Predictstreet als lizenzierte Plattform für Prognosemärkte berechtigt ist, an deutsche Zielgruppen zu werben, und Experten verfolgen dabei die Frage, inwieweit solche Märkte unter bestehende Glücksspielregeln fallen, während die Plattform gleichzeitig als offizieller Partner der FIFA für die Weltmeisterschaft 2026 auftritt.

Beobachter stellen fest, dass die Sichtbarkeit der Marke in Sendungen mit breitem Publikum einschließlich kindgerechter Formate die Aufmerksamkeit der Aufsichtsbehörde auf sich zog, und die GGL klärt in diesem Zusammenhang ab, welche rechtlichen Voraussetzungen für Werbemaßnahmen und Teilnahmen aus Deutschland gelten.

Regulatorische Fragen zu Prognosemärkten

Prognosemärkte wie ADI Predictstreet ermöglichen Nutzern Wetten auf Ereignisausgänge, und die aktuelle Prüfung beleuchtet, ob diese Aktivitäten als Glücksspiel im Sinne deutscher Vorschriften einzustufen sind, wobei die Behörde sowohl die Werbereichweite als auch die Zugänglichkeit für inländische Nutzer analysiert.

Die FIFA-Partnerschaft für 2026 bringt zusätzliche Aufmerksamkeit, da Werbepartnerschaften in Sportübertragungen strengen Auflagen unterliegen, und die GGL untersucht nun, ob bestehende Lizenzbedingungen eingehalten wurden oder ob Anpassungen erforderlich sind, während der Sommer 2026 mit Vorbereitungen auf das Turnier näher rückt.

Regulatorische Prüfung von Werbemaßnahmen in deutschen Medien

Vertreter der Behörde sammeln Daten zu den konkreten Werbeplätzen und prüfen gleichzeitig, ob deutsche Nutzer rechtlich an den Prognosemärkten partizipieren können, und diese Abklärungen werfen grundsätzliche Fragen zur Einordnung neuer Plattformtypen unter die geltenden Rahmenbedingungen auf.

Auswirkungen auf Werbepraktiken und Marktteilnahme

Die laufende Untersuchung zeigt, dass Werbeauftritte in populären Sportformaten und kindorientierten Sendungen besondere Aufsicht erfordern, und die GGL bewertet die Sachlage anhand der vorliegenden Lizenz sowie der territorialen Beschränkungen für deutsche Zuschauer.

Im August 2026 werden weitere Entwicklungen erwartet, da die Vorbereitungen auf die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 an Fahrt aufnehmen, und die Ergebnisse der Prüfung könnten Richtlinien für ähnliche Anbieter beeinflussen, während die Behörde die Einhaltung von Werbe- und Teilnahmevorgaben sicherstellt.

Branchenbeobachter verweisen auf vergleichbare Verfahren in anderen Regionen, etwa bei der FIFA selbst oder bei Aufsichtsstellen wie der Australian Communications and Media Authority, um Parallelen in der Regulierung von Prognoseangeboten zu ziehen.

Fazit

Die Untersuchung der GGL gegen ADI Predictstreet bleibt auf die spezifischen Werbeerscheinungen und die rechtliche Zulässigkeit für deutsche Nutzer fokussiert, und die Ergebnisse werden zeigen, wie Prognosemärkte künftig in den deutschen Glücksspielrahmen eingebettet werden.